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Zusatzinformationen: Nationale CO2-Bepreisung

Die Bundesregierung hat mit Beginn des Jahres 2021 die CO2-Bepreisung auf die Bereiche Verkehr und Gebäude ausgeweitet. Wie es im Rahmen des europäischen Emissionshandels bereits für die Energiewirtschaft und die energieintensive Industrie gilt, gibt es seitdem auch einen CO2-Preis für den CO2-Ausstoß in den Bereichen Verkehr und Gebäude. Den gesetzlichen Rahmen steckt das Brennstoff-Emissionshandelsgesetz (BEHG).

Das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) startet 2021 mit einem Festpreissystem für fossile Brennstoffe, das heißt, der Preis pro Tonne CO2 ist zunächst fix und steigt, wie die nachfolgende Grafik zeigt, von 25 € je Tonne bis 2025 auf 55 € je Tonne. Dann startet der nationale Emissionshandel in einem Preiskorridor zwischen 55 und 65 € pro Tonne emittiertem CO2.
 

Quelle: Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt
             Hintergrundpapier 'Nationales Emissionshandelssystem' (2020)

CO2-Preisrechner

Die Einnahmen aus dem BEHG werden zum Teil dafür verwendet, die EEG-Umlage zu senken. Der neue CO2-Preis führt in den Unternehmen dennoch zu Mehrkosten. Für einzelne Unternehmen aus energie- und handelsintensiven Branchen sind im Falle von deutlichen Nachteilen im internationalen Wettbewerb zwar Kostenentlastungen vorgesehen (Carbon-Leakage-Verordnung - BECV). Außerdem sollen Energieverbräuche von Produktionsanlagen, die bereits am europäischen Emissionshandel (EU-ETS) teilnehmen, nicht mit dem neuen CO2-Preis belastet werden. Am Ende schlagen für eine Vielzahl von Unternehmen aber teilweise erhebliche Kostensteigerungen zu Buche.

Der CO2-Preisrechner der IHK-Organisation hilft den Unternehmen dabei, die Veränderung der Kosten zu berechnen.